Den Sprung ins kalte Wasser gemeistert!

Das Rallye-Team Jannik Mahl und Lisa Kiefer bei der 38. Rallye Südliche Weinstraße 2018

Am Samstag, dem 24. Februar fiel mit der 38. Auflage der traditionellen Rallye Südliche Weinstraße der Saisonstart für die Rallye-Saison 2018 des jungen Teams um Jannik Mahl und seiner Beifahrerin Lisa Kiefer, die beide für den SCS Herxheim an den Start gehen.

Nach einigen Retro-Rallyes 2016 in einem BMW E30, startete der Rülzheimer Jannik Mahl im Sommer 2017 sein neues Projekt. Als Basis wurde der Suzuki Swift des ADAC Pfalz genutzt, in welchem Jannik 2014 im Slalom-Youngster Cup seine ersten Schritte im Automobilsport machte. In monatelanger Eigenarbeit verwandelte er zusammen mit seinem Vater Michael das Slalomauto in ein waschechtes Rallye-Fahrzeug.

Die Wahl des Beifahrers für den Neustart fiel schnell auf die erfahrene Lisa Kiefer aus Landau. «Durch ihre große Erfahrung in Läufen der Deutschen Rallye Meisterschaft bis hin zum berühmten WM-Lauf der ADAC Rallye Deutschland haben wir als Team ein enormes Potential eine gute Leistung auf den vor uns liegenden Wertungsprüfungen zu zeigen!», so Jannik Mahl.

Aufgrund der Absage der ursprünglich geplanten Test- und Einstellfahrten in Zweibrücken eine Woche zuvor, ging es am vergangenen Samstag ohne Testmöglichkeit direkt in den Renneinsatz – ein Sprung ins kalte Wasser!

Bereits früh morgens beim sogenannten „Recce“, dem Abfahren der Strecken mit der Erstellung des Aufschriebs, zeigte sich das wohl charakteristischste Merkmal der Rallye SÜW: Abwechslung! Von den Schotterpassagen und den engen Kehren auf dem Rundkurs in Großfischlingen, über Flugeinlagen mit vier Rädern in der Luft auf der Sprungkuppe der Kalmit, bis hin zu den extrem schnellen Kurven der WP „Heldenstein“ – Bei der Rallye SÜW kommt jedes Team voll auf seine Kosten!

«Ein etwas komisches Gefühl hatte ich am Start der ersten Wertungsprüfung schon. Zu viel Neues am Auto gab es, welches ohne Testmöglichkeit ausgerechnet auf einer Wertungsprüfung auf die Probe gestellt werden musste.», beschreibt Jannik Mahl sein Erlebnis nach den ersten Prüfungen am Samstagmittag.

Die erste Etappe absolvierte der 20-Jährige noch etwas mit Bedacht und tastete sich langsam an die Grenzen seines Suzuki Swifts heran. Doch schnell fasste er Vertrauen in sein neues Rennfahrzeug, sodass sich das Team von Kilometer zu Kilometer steigerte. Spätestens in den letzten drei Wertungsprüfungen fuhren sie Zeiten absolut auf Konkurrenzniveau. Am Ende des Tages, nach knapp 35 Wertungskilometern, landeten sie auf einem guten 7. Rang in ihrer Klasse sowie auf dem 36. Gesamtrang der 55 Teilnehmer.

«Ich bin sehr glücklich und stolz über das Ergebnis! Meine Beifahrerin Lisa hat einen exzellenten Job gemacht, unsere harte Arbeit hat sich ausgezahlt, das Auto funktioniert einwandfrei und zeigt viel Potential, welches es gilt bei den nächsten Rallyes auszuschöpfen, um im Klassement noch weiter nach vorne zu kommen.», schaut Jannik Mahl in die laufende Saison.

Text: Jannik Mahl

Bilder: Michael Mahl, Georg Biegel, Sascha Dörrenbächer